Ein bisschen Buchtheorie am Anfang
Was ist überhaupt ein Buch? Gebundene Blätter zwischen zwei Buchdeckeln? Jedes Kommunikationsmedium, das statisch ist und nicht (wie Hypertext oder veraltende Zeitschriften) dauernd verändert werden kann? Der Gralshüter der abendländischen Kultur? Die Vorlage für ein Hörbuch oder einen Kinofilm? Ein vergleichsweise billiger Weg, einer Wohnung einen intellektuellen Touch zu geben?
Das stimmt mit Sicherheit. Was ein Buch ist, bezeichnet (tautologischerweise) sein Gebrauch. Und der ist gerade durch eBooks, Hörbücher etc.pp. schwer im Wandel. Die alten Verlage werden durch neue Vertriebs- und Publikationswege entmachtet (und bäumen sich dagegen auf). Und ich stecke mittendrin: Ich studiere nämlich Buchwissenschaft in Erlangen.
Was ist dann das Spannende am KeinBuch? Dass es eben bewußt und mit spielerischer Lust die Zerstörung an dieser Heiligen Kuh des westlichen Kulturbetriebs zelebriert. Man wird mit der Materialität dieses Zeichnträgers konfrontiert. Und mit seiner Endlichkeit. Außerdem ist das KeinBuch ein tolles Geschenk und eine nette Spielerei für Leute, die sonst alles haben.
(Wer die Medientheorie noch nicht verlassen will, findet hier die Downloadmöglichkeit einer Hausarbeit von mir über Probleme bei der Bestimmung des Buchbegriffs.)
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